Erkrath: Geschichte immer wieder erzählen
02.04.2008
Erkrath: Geschichte immer wieder erzählen. Es hat lange gedauert, bis Erkrath begonnen hat, sich mit seiner Vergangenheit in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander zu setzen. Die Dokumentation, die der Historiker Peter Dietz in vielen Archiven zusammen getragen hat, war ein wichtiger Baustein. Ein anderer ist das im Bavierpark von Herbert Griesmann mit Schülern des Gymnasiums am Neandertal aufgestellte Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Mit den jetzt verlegten Stolpersteinen wächst die Zahl der Symbole gegen das Vergessen der Willkürherrschaft unter der Nazi-Diktatur. Respekt gehört den Angehörigen der Opfer, die mit den Folgen leben mussten und heute alte Wunden aufbrechen spüren. Respekt gebührt aber auch jenen, die sich dem Schmerz der Erinnerung persönlich nicht öffentlich aussetzen können. Das ist dennoch kein Freibrief für ein sanktioniertes Vergessen. Es ist hilfreich, wenn Uwe Koopmann den nicht im Boden verankerten Gedenkstein mit Schülern unter die Lupe nimmt und mit jungen Menschen ins Gespräch kommt. Vielleicht kann der Bergische Geschichtsverein von Zeit zu Zeit Führungen auf den Spuren der Stolpersteine anbieten. Schließlich zeigt sich, dass Geschichte immer wieder erzählt werden muss, da jede Generation ihre eigenen Fragen hat. Dazu braucht es hoffentlich nicht immer den Anstoß durch einen Stolperstein.
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