Erkrath: 100 000 Euro als Spende für das Hospiz
02.04.2008
Erkrath: 100 000 Euro als Spende für das Hospiz. Wir können glücklich und zufrieden sein, zog Geschäftsführer Christoph Drolshagen auf dem Neujahrsempfang des Franziskus-Hospiz Hochdahl für 2006 Bilanz. Erstmals waren die acht Hospizbetten zu fast 100 Prozent belegt: 82 Menschen wurden stationär betreut. 115 Menschen wurden vom ambulanten Hospiz- und Palliativpflegedienst (schmerzlindernder Dienst) versorgt, weitere 46 in ihren letzten Lebenswochen von ehrenamtlichen Mitarbeitern zu Hause begleitet. Die wachsende Zahl der Anfragen zeigt, dass der Bedarf im Kreis Mettmann ständig zunimmt, sagte Drolshagen. Deshalb sei zu begrüßen, dass sich im nördlichen Teil des Kreises ein Palliativ-Netzwerk gebildet habe. Das Hospiz habe darin eine gewisse Koordinationsfunktion. Erfreut zeigte er sich über die Erweiterung des Kunsttherapie-Angebotes auf Angehörige und Trauernde. Sie können unter Anleitung von Kunsttherapeutin Senta Connert in speziellen Kursen ihre Befindlichkeiten gestalterisch ausdrücken. Sorge bereiten mir allerdings die neuen Verträge mit den Krankenkassen, hob der Geschäftführer hervor. Nach 17 Jahren Hospizarbeit in Hochdahl sei die Modell-Phase beendet. Aufgrund der neuen vertraglichen Regelungen vergrößere sich das Defizit trotz wachsender Nachfrage. Wir wollen aber auf unserem bisherigen Niveau bleiben. Umso mehr müssen wir in die Spendenwerbung gehen, unterstrich Drolshagen. Als Vereinsmitglieder sind wir aufgerufen, das Hospiz in seiner Arbeit finanziell und ideell zu unterstützen, appellierte Goswin Walter, Vorsitzender des rund 800 Mitglieder zählenden Hospizvereins. Glücklicherweise könne man zudem mit den Waldbreitbacher Franziskanerinnen auf einen Träger zählen, der das Hospiz mit großen Summen unterstütze. Großes Staunen löste auf dem Empfang aus, als Heribert Frieling im Namen der Waldbreitbacher Hospizstiftung eine Spende von 100 000 Euro überreichte. Vielleicht gibt es im nächsten Jahr einen Scheck in gleicher Höhe, kündigte er an. Die Hospiz-Schirmherrin, die CDU-Bundestagsabgeordnete Michaela Noll, kam mit leeren Händen aber guter Botschaft. In der Gesundheitsreform werde der Rechtsanspruch auf palliativ-medizinische Versorgung festgeschrieben. Dafür habe die Bundesregierung 80 Millionen Euro für 2007 angedacht.
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