Die Derbys machen es
03.04.2008
Die Derbys machen es. Eine proppevolle Halle, Stimmung auf den Rängen, motivierte Spieler auf beiden Seiten und dazu eine Partie, die bei allen Emotionen die Grenzen der Fairness nicht überschreitet. Am Ende reichen sich alle Beteiligten, Akteure wie Funktionäre, die Hand. So geschehen auch gestern Abend wieder in der Halle an der Douvermannstraße beim ewig jungen Derby im Handball zwischen dem MTV Rheinwacht Dinslaken und dem TV Jahn Hiesfeld. In beiden Vereinen wird seit vielen Jahren eine exzellente Jugendarbeit geleistet, der eine hat in diesem Jahr, der andere im nächsten die Nase vorn. Konkurrenz belebt das Geschäft. Und trotzdem wird immer wieder gerade aus Anlass des Derbys von Fusion, von einer Spielgemeinschaft gesprochen. Konzentration der Kräfte heißt hier das Zauberwort. Beide Mannschaften zusammen genommen müssten doch mindestens die Klasse haben, um in der Regionalliga zu spielen. Nur wird dabei verkannt, dass so etwas schon in anderen Städten, von anderen Vereinen versucht wurde und nicht immer gelang. Klar, einen Versuch wäre es wert. Doch ob die Strukturen des MTV und des TV Jahn, die über viele Jahrzehnte gewachsen sind, eine Gemeinschaft zulassen, darf doch in Frage gestellt werden. Derbys gäbe es dann eben nicht mehr.
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